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erfolgreich abgeschlossenen Aufträge jedes Jahr

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zufriedene Kunden

Die Geschichte des Unternehmens • 1870 - 2017

Im Jahre 1870 gründete der Dachdecker Heinrich Koch ein Dachdeckergeschäft in Nesselröden.

Sein Sohn Eduard Koch, geb. 26.07.1880 erlernte ebenfalls das Dachdecker-Handwerk und eröffnete am 27.09.1911 eine Annahmestelle für die Ausführung sämtlicher Dacharbeiten in der Gaststätte „Zur Stadt Mainz“ am Obertor Nr. 725 in Duderstadt.

Nach dem großen Brand in der Sackstraße und Spiegelbrücke wurde das Grundstück Sackstraße 39 erworben. Hierauf wurde ein Wohnhaus 3-geschossig mit angrenzenden Stallungen sowie Lagerplatz, durchgehend bis zur Stadtmauer, neu aufgebaut, wo der Dachdeckerbetrieb eingerichtet wurde. Als Transportmittel dienten große 2-rädrige Karren und Handwagen sowie Fahrräder. Diese Karren und Wagen waren auch noch im Jahr 1953 im Einsatz.

Mein Großvater legte dann am 15.10.1913 seine Meisterprüfung vor der Meisterkommission in Göttingen ab und war damit berechtigt, Lehrlinge auszubilden.
Der Großvater Eduard Koch (der 1. Eduard) war verheiratet mit Frau Karoline Koch, geb. Huch, aus Nesselröden. 2 Söhne und 2 Töchter wurden in Nesselröden und Duderstadt geboren. Seine beiden Söhne Eduard (der 2. – mein Vater, geb. 08.11.1908) und August erlernten ebenfalls das Dachdecker-Handwerk und waren im väterlichen Betrieb mit weiteren Gesellen tätig.

Nach der Gesellen- und Wanderzeit besucht Herr Eduard Koch (2.) die Dachdecker-Fachschule in Mayen/Eifel um die Kenntnisse zur Meisterprüfung zu erlangen. Seine Meisterprüfung wurde ebenfalls vor der Meisterkommission in Göttingen am 05.10.1934
Bestanden. In der Mayener Schulzeit bereitete sich mein Vater nicht nur für die Prüfung vor,
sondern fand auch seine spätere Ehefrau Maria, geb. Bohlen, die er im Oktober 1935 heiratete. Im Jahr 1936 wurde der 1. Stammhalter geboren, der den Namen Herbert bekam.
1938 wurde der 2. Sohn geboren, der den Namen Eduard (3.) erhielt.
Während der Kindheit stellte sich heraus, dass der Zweitgeborene namens Eduard für einen Handwerksberuf besser geeignet sei.

Nach 8-jähriger Schulzeit trat ich, Eduard der 3., bei meinem Vater eine Dachdeckerlehre an, die ich 1956 mit der Gesellenprüfung abschloss. Um die Schieferdeckung besser kennen zu lernen, fuhr ich im Anschluss an die Gesellenprüfung für 7 Monate nach Meschede zur Firma Aloys Schneide, wo nur Schieferarbeiten an und auf den Dächern ausgeführt wurden.
Nach 3-jähriger Gesellenzeit besuchte ich das 1. und 2. Semester an der Fachschule in Mayen, welches jeweils in den Wintermonaten 1960/61 durchgeführt wurde.
Vor der Handwerkskammer Hildesheim wurde im Mai 1961 die praktische und am 16.08.1961 die theoretische Prüfung zum Dachdeckermeister abgenommen. Mit dem
24. Lebensjahr war ich dann berechtigt, auch Lehrlinge auszubilden.
Nach der Meisterprüfung führten mein Vater und ich gemeinsam den Dachdeckungs-Betrieb in der Sackstraße 39 und die angemieteten Außenlager. Der Betrieb führte nicht nur Dach- und Klempnerarbeiten aus sondern verlegte auch Gußasphalt in Neubauten und Läden. Der Gußasphalt hatte den Vorteil, dass binnen einer ¾ Stunde die Fläche wieder begehbar war. Dieses war eine mühsame Arbeit, da per Hand die Masse stundenlang bis zum Einbau an der Baustelle gerührt werden musste. Dieser Vorgang wurde nach einigen Jahren ersetzt durch geeignete Rührwerkskocher.
Da das Lager Sackstraße und die angemieteten Flächen nicht mehr ausreichten, wurde in der Kurmainzer Straße 14 ein Außenlager mit Freiflächen sowie ein Wohnhaus neu erstellt.
Das Büro in der Sackstraße und der Lagerplatz standen weiterhin zur Verfügung.
Die Mitarbeiterzahl war zwischenzeitlich auf 25 Personen angestiegen. Für den Transport standen 3 Transporter u. 1 Lkw zur Verfügung.

Nachdem ich meine Frau Ursula, geb. Bernd, die in der Nachbarschaft wohnte, kennen und lieben gelernt hatte, wurde am 14.02.1963 geheiratet. Als Wohnung dienten die Räumlichkeiten in der Sackstraße.
4 Kinder wurden uns geschenkt, die die Namen Karin, Eduard (der 4.), Gundula und Matthias erhielten.

Da der Bereich Kurmainzer Straße vom Mischgebiet in ein reines Wohngebiet umgewandelt wurde, war eine Erweiterung für den Betrieb nicht möglich.
Durch die Schließung der Polsterei Steinhoff am Euzenberg stand das Gelände von
ca. 12.000 m² mit den vorhandenen Hallen und Gebäuden zum Verkauf. Nach reichlicher Überlegung übernahmen wir das Grundstück und verlegten den Dachdecker-Betrieb und das Büro komplett zum Euzenberg/Ecke Industriestraße. Mit dieser Maßnahme wurde für alle Generationen die Platzfrage gelöst.
Nach Besuch der Handelsschule hatte unser Sohn Eduard (der 4.) ebenfalls den Wunsch, den Dachdecker-Beruf zu erlernen. Nach Abschluss der Lehr- und Gesellenzeit meldete er sich an der Dachdecker-Fachschule in Mayen an und konnte nach 2 Semestern am 27.06.1990 seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Koblenz ablegen. Anschließend wurde er ebenfalls Teilhaber in der Eduard Koch KG.

Im Jahr 1978 wurden wir von einem Berliner Architekten angesprochen, ob es möglich sei, an einem Großprojekt in Berlin, dem Stadthauspark in Staaken, die Dacharbeiten auszuführen, da bereits einige Häuser gerichtet waren, aber kein Dachdecker vorhanden sei. Nach einer Baustellenbesichtigung und Preisabgabe wurden wir uns einig und erhielten den ersten Großauftrag, der 1 Million D-Mark Volumen überstieg. In der Seesener Straße 64 in Berlin konnten wir ein Grundstück anmieten, wo Lagerplatz und Wohngelegenheit vorhanden waren. Eine Kolonne von zeitweise 5 – 8 Mitarbeitern fuhr montagsfrüh um 4.00 Uhr zu den Baustellen nach Berlin ab und kehrte freitags gegen 19.00 Uhr wieder zu ihren Familien zurück. Auf diesen Auftrag am Stadthauspark in Staaken folgten ständig neue Aufträge von großen Architekturbüros, so dass wir bis 1990 in Berlin tätig waren. Diese Zweigstelle in Berlin war natürlich für mich und meine Familie eine große Belastung. Jeden Mittwoch, wenn unsere vor Ort arbeitenden Gesellen eingeteilt waren, fuhr ich meistens mit meiner Frau ab 9.00 Uhr in Richtung Berlin, um die Leistungen und Ausführungen der Arbeiten zu überprüfen und Aufmasse zwecks Abrechnung zu erstellen. Abends zwischen 21.00 und 24.00 Uhr kehrten wir meistens aus Berlin wieder zurück, je nach Willkür der Grenzsoldaten.

Da unser Sohn Matthias auch den Wunsch hatte, das Dachdecker-Handwerk zu erlernen, begann er seine 2-jährige Lehre in der Dachdecker- und Klempnerei Firma Stollberg in Göttingen. Nach den Gesellenjahren begab auch er sich zur Meisterschule nach Mayen, wo er nach 2 Semestern vor der Handwerkskammer Koblenz am 25.05.2002 seine Meisterprüfung bestand. Im Jahr 2003 konnte Matthias zusätzlich seinen Meistertitel im Klempner-Handwerk vor der Kammer in Braunschweig erwerben.

Da die Firma Koch an vielen denkmalgeschützten Häusern mit Dach- und Klempnerarbeiten tätig war, bekamen wir den „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege für die denkmalgerechte Eindeckung des Westerturmes in Duderstadt“ am 21.11.2003 verliehen.
Im Zuge der Erweiterung des Westerturm-Ensemble (Schützenmuseum) stellten wir uns der handwerklichen Herausforderung, dem angrenzenden Neubauteil eine einzigartige Optik/Ansicht durch Bekleidung mit Kupfer-Rauten in Einzelanfertigung zu geben.

Auch in Zukunft stellen wir uns mit knapp 40 Mitarbeitern sämtlichen Herausforderungen des Dachdecker- und Klempnerhandwerks.